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03/2000 Der Neversdorfer See
Der etwa 84 ha große und bis zu 9,5 m tiefe See liegt zwischen den Orten Leezen und Bebensee in Schleswig-Holstein. Die Uferzonen sind meist von Wiesen, Feldern und einzelnen Gehölzen gesäumt. Bewirtschaftet wird das Gewässer von der Eigentümergemeinschaft Neversdorfer See
Von Von Jürgen Lorenz
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 | Erfolgreich auf Räuber: Am Neversdorfer See |
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Berufsfischerei findet nicht statt, nur gelegentliche Hegefischen mit dem Großnetz werden durchgeführt.
In Leezen, Neversdorf und Bebensee befinden sich öffentliche Badestellen, welche bei schönem Sommerwetter mitunter lebhaft genutzt werden. Laden die Temperaturen jedoch nicht zum Baden ein, lässt es sich auch hier, von den zum Teil schilfgesäumten Wiesenufern aus, recht gut angeln. Zander in der Rinne Links vom Neversdorfer Campingplatz, ca. 50-70 m vor dem Ufer der Badewiese, befinden sich Top-Zanderstellen. Ausgerüstet mit einer Wathose, lassen sich Köderfische (möglichst kleine Rotaugen), Fischfetzen, Blinker, Spinner, Twister oder Gummifische in der „Rinne“ anbieten. So mancher Hecht oder Barsch ist hier ebenfalls schon auf die Schuppen gelegt worden - auch ohne Boot. Denn der See darf nur mit Booten befahren werden, die eine von der Eigentümergemeinschaft gegen Jahresgebühr ausgegebene Plakette tragen.
Im Bereich vor der Leezener Uferwiese gehen vorwiegend Aale und mitunter auch Barsche und Hechte an die Köder. Regenbogenforellen werden dagegen nur recht selten gefangen.
Um Aale zu überlisten, genügt schon eine einfache Grundmontage: 0,25er Monofil-Hauptschnur, 25-30 g Laufblei, 0,20er Vorfach von 35 cm Länge, kurzschenkliger Haken mit weitem Bogen der Größe 6-8. Als Köder locken Laub- und Mistwürmer Mr. Schleicher besonders gut an. Strukturen für Räuber Im Bereich von Bebensee finden sich in westlicher Richtung vom Bootssteg mehrere ruhig gelegene Angelplätze. Hier weist das Ufer baumbestandene Sektoren und Wiesenbereiche auf. Die Grundverhältnisse wechseln hier in Wurfweite vom Ufer: von ausgedehnten, flachen Sand- und Kiesbereichen über üppig bewachsene Geröllzonen bis hin zu deutlich abfallenden Scharkanten. Je nach Jahreszeit kann hier mit Aal, Barsch und Hecht gerechnet werden. Zander gehen hier beim Uferangeln eher seltener an den Haken.
Da das Wasser bei entsprechend hohen Temperaturen durch Algenblüte angetrübt ist, beißen Aale und Zander allerdings nicht nur während der Dämmerungszeiten. Oft nimmt besonders der Schleicher, sogar bei prallem Sonnenschein, den Köder vom Vormittag über die Mittagszeit bis hin zum frühen Nachmittag gut an.
METHODEN Spinn- und Grundangeln auf Aal, Zander, Barsch und Hecht.
GERÄT Grund-Geschirr zum Wurm- und Köderfischangeln. Leichte Spinnrute zum Barsch- und Zanderangeln, mittlere fürs Hechtfischen.
KÖDER Kunstköder wie Blinker, Spinner, Twister und Gummifisch. Als Naturhappen Würmer, Fetzen und Köfis (kleine Rotaugen).
EXTRA-TIPP Als Köder-Kombi ziehen Laub- und Mistwurm Aale wie magisch an.
BESTIMMUNGEN Maximal 3 Handangeln mit je einem Haken, davon mindestens eine Stippangel. Fangbegrenzung pro Tag: Für Hecht und Zander insgesamt 5. Angelzeit von der 1. Stunde vor Sonnenaufgang bis zur 1. Stunde nach Sonnenuntergang. Das Nachtangelverbot ist in den Monaten Juni, Juli und August, jeweils am 1. und 3. Wochenende, in der Nacht von Samstag auf Sonntag aufgehoben. Eisangeln verboten. Die 4 ausgeschilderten Schongebiete dürfen nicht betreten oder befahren werden.
ERLAUBNIS Tag 10 DM, Jahr 160 DM. Scheine erhältlich bei: Amt Leezen, Hamburgerstr. 28, 23816 Leezen, Tel. 04552/9977-0; Familie Glaser, See 21, 23816 Leezen, Tel. 04552/1431; Gasthof „Waidmanns Ruh“, Hauptstr. 69, 23816 Neversdorf, Tel.04552/278 oder 1428.
INFORMATIONEN siehe bei Erlaubnis.
UNTERKUNFT Hotel Teegen, Heiderfelderstr. 5, 23816 Leezen, Tel. 04552/290; Campinglatz am See (Gasthof „Waidmann’s Ruh“); siehe auch Erlaubnis.
ANFAHRT Zufahrt von B 404 zwischen Bad Oldesloe und Bad Segeberg oder über die B 432.Foto: Jürgen Lorenz
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