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05/1999

Der Oberblegisee

Möchten Sie Bekanntschaft mit dem Kanadischen Seesaibling machen? Dann können Sie am Glarner Oberblegisee problemlos Ihre Premiere feiern

Von Von Andreas Hertig

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Oberblegisee
Angeln im Hochgebirge- immer ein besonderer Reiz

Der Schweizer Bergsee, 700 m lang und 350 m breit, liegt 1422 m über Meereshöhe in einer Mulde zwischen Bächi- und Leuggelstock in den Glarner Alpen. Der See ist nur mit einer Seilbahnfahrt und anschließendem halbstündigen Fußmarsch auf einem Schotterweg zu erreichen. Einfach ans Wasser fahren und gleich die Angel auswerfen ist also nicht drin. Deshalb kann man jedoch sicher sein, dass sich die Petri-Jünger nicht auf die Füße treten.

Der See weist einen sehr guten Bestand an allerdings kleinwüchsigen Namaycush auf, wie die marmorierten Räuber auch heißen. Die Fische wachsen im kalten Wasser langsam ab und erreichen das Fangmaß von 30 cm erst im 6. oder 7. Lebensjahr. Exemplare von mehr als 35 Zentimetern sind selten. Wer sich bei der Fischerei also über den zahlenmäßig starken "Kindergarten" mit Längen von 25 bis 30 cm ärgert, sollte daran denken, dass diese Fische auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben.

Auch für Neulinge

Die Oberblegisee-Namaycush machen es auch dem Neuling leicht, sind sie doch praktisch mit allen gängigen Fangtechniken zu überlisten. Ob mit Blinker, Spinner, Wobbler, Twister, Naturköder, Köderfisch oder Fliege - alles wird genommen. Gerade bei der Spinnfischerei gibt es viele Nachläufer; nicht selten verfolgen 3 oder 4 oft kleinere Fische den Köder bis ans Ufer und drehen dann ab. Hier hilft ein kleiner Trick, der sonst beim Raubfischangeln selten funktioniert: Lassen Sie den Köder zum Grund fallen! In 2 von 3 Fällen wird sich ein Nachläufer den Köder vom Grund schnappen. Es ist eine spezielle Eigenart der Namaycush, auch unbewegte Köder vom Grund aufzunehmen.

Auf diesem Verhalten basiert wohl der absolute Renner unter den Fangtechniken: Bieten Sie eine tote Elritze auf einem Einzelhaken an einer Laufposen-Montage ohne Schnurstopper an und ziehen Sie sie alle 2 Minuten einen Meter Richtung Ufer. Die Elritze wird dabei jedes Mal hochgehoben und fällt ein Stück weiter wieder zum Grund. Ist der Köder auf dem Gewässerboden gelandet, wird der erste Biss nicht lange auf sich warten lassen!

Es versteht sich von selbst, dss der Anhieb schnell gesetzt werden sollte, damit untermassige Fische nicht verangelt werden. Die Laufpose ohne Schnurstopper hat die Funktion, den Köder senkrecht hochsteigen zu lassen und vermeidet zudem zahlreiche Hänger, weil der Köfi vertikal über die Hindernisse geführt wird.

Sogar mit Hähnchen

Elritzen finden sich in kleinen Schwärmen in den Flachwasserzonen und können mit einer Köderflasche gefangen werden. Klappt“s mal nicht, so sind auch andere Naturköder an der Laufposen-Montage erfolgreich. Selbst einem Stückchen rohem Hähnchenfleisch sind die Kanadier nicht abgeneigt...

Neben den im Gewässer dominierenden Namaycush kommen auch vereinzelt Bachforellen sowie Hechte vor. Letztere wurden vor Jahren besetzt und sind mittlerweile unerwünscht, weshalb die Schonbestimmungen aufgehoben wurden. Sie wachsen trotz der Höhenlage - wen wundert“s beim guten Bestand an mundgerechten Namaycush - recht gut ab und erreichen Längen von 70 bis 80 cm. Im Oberblegisee einen Hecht zu fangen, ist allerdings ein kleines Kunststück; selbst bei der Fischerei auf Sicht zeigen sich die Entenschnäbler in den allermeisten Fällen resistent gegenüber Twistern, Blinkern und Wobblern. Wahrscheinlich wäre da ein Namaycush als Köder erste Wahl...

METHODEN: Leichte Spinnfischerei, Posen- und Grundangeln mit Naturködern und Elritzen. Fliegenfischen.

GERÄT: Für Spinnfischerei: Leichte Spinnrute, 2,50 bis 2,70 m. Naturköderangeln: Matchruten, 3 bis 5 m. Fliegengerät der Klassen 4-5.

KÖDER: Zum Naturköderangeln Würmer, Fisch- und Fleischstückchen, Maden, Köderfische. Spinnfischen: Spinner, kleine Löffelblinker (Toby-, Glaser- und Mozziblinker), Wobbler. Fliegenfischen: Verschiedenste Trockenmuster (Schwarz bevorzugt), Streamer.Bestimmungen: Saison vom 1. April bis zum 30. September. Wegen des Eises oft nicht vor Mai befischbar. Schonmaß 30 cm für Forellen und Namaycush. Hechte haben kein Maß. Widerhaken verboten. Entnahme von max. 6 Forellen und Namaycush.

ERLAUBNIS: Tag 30, Woche 110 Franken. Man beachte: Der Erlaubnisschein berechtigt zur Fischerei in allen weiteren Gewässern des Kantons Glarus! Kartenausgabestellen: Polizeistützpunkte Glarus und Näfels.

ANREISE: Über die A13 bis Ausfahrt Näfels, dann via Glarus-Schwanden nach Luchsingen. Ab dort mit der Seilbahn Brunnberg und anschließendem halbstündigen Fußmarsch (ausgeschildert).

Foto: Andreas Hertig

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Seesaibling
Der Kanadische Seesaibling ist die "Spezialität" des Oberblegisees
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